Kräuterwanderungen

Die Geschichte der Pflanzenheilkunde ist so alt wie die Menschheit.

Jahrtausendelang sammelten unsere Vorfahren Wildpflanzen.

Sie waren Nahrung und Medizin zugleich. Heute beginnt man die Schätze aus der Natur wiederzuentdecken.

Wildkräuter besitzen im Vergleich zum Kopfsalat ein vielfaches an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen, können als Vollwertnahrung dienen und sind zudem umsonst.

Nur beim Kräuter sammeln sollte man mit Bedacht vorgehen (ungespritzte Bereiche aufsuchen, Naturschutzgebiete meiden) und daran denken, daß viele ungiftige Pflanzen sehr giftige "Doppelgänger" haben.

Für Pferdebesitzer sollte der Rundgang auf der Koppel zur Gewohnheit werden, da hier oft das sehr giftige Jakobs-Kreuzkraut wächst. Nach der Aufnahme (auch Wochen später!) kann es zu Verhaltensauffälligkeiten kommen, die eher ungewöhnlich sind und die man nicht mit einer Vergiftung in Verbindung bringt.

Im Gegensatz dazu wird der giftige Hahnenfuß von den Pferden gemieden und er verliert seine Giftigkeit, wenn er im Heu getrocknet ist.

Die Dosis macht das Gift und nicht jede Pflanze der gleichen Gattung (Art, Sorte) hat immer den gleich hohen Anteil an giftigen Inhaltsstoffen. Der Boden, die Wasserversorgung und die Bedrohung durch Fraßinsekten lassen den Gehalt an giftigen Wirkstoffen in den Pflanzen sehr stark schwanken.